Auch kleine Kinder reagieren allergisch

 Allergien gehören schon zu den Volkskrankheiten, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts undenkbar war. Allergien sind aktuell auf dem Vormarsch und machen auch vor Säuglingen und Kleinkindern nicht Halt. Die Zahl der an Allergien erkrankten Kinder erhöht sich, etwa 15 Prozent der Kinder leiden bei der Einschulung an Neurodermitis, fast 30 Prozent unter einer Pollenallergie. Jede Allergie wirkt sich bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen aus mit dem Unterschied, dass sich bei fehlender ärztlicher Behandlung oder mangelnder medizinischer Betreuung des Kindes im Erwachsenenalter aus der Allergie auch allergisches Asthma entwickeln kann.

Allergien im Kindesalter

Bei Kindern bleiben Allergien meist lange unerkannt. Wird die Diagnose frühzeitig gestellt und erfolgt daraufhin eine entsprechende Behandlung, kann man eine Vielzahl von Allergien kontrollieren und den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen. Je früher Eltern ihr Kind, wenn es entsprechende Symptome zeigt, zum Arzt bringen, desto günstiger ist der Krankheitsverlauf.

Ursachen

Die genetische Veranlagung gehört zum größten Risikofaktor, welches bei 30 Prozent angesiedelt ist, wenn beide Elternteile unter Allergien leiden. Das Risiko liegt immer noch bei 20 Prozent, wenn ein Elternteil betroffen ist. Fakt ist, auch wenn eine genetische Vorbelastung vorliegt, muss das Kind nicht zwangsläufig eine Allergie bekommen. Es sind immerhin 15 Prozent aller kindlichen Allergiker nicht genetisch vorbelastet. Die Ursachen sind in der Umwelt und im Lebensstil zu suchen.

Warum die Allergien auf dem Vormarsch sind, ist bislang nicht vollständig geklärt. Allerdings ist bekannt, dass besonders in den Industrieländern, die ihren Bewohnern einen hohen Lebensstandard bieten, die Zahl der Allergiker zunimmt. Jeder weiß, Eltern wollen ihre Kinder beschützen und tun oft zu viel des Guten, hauptsächlich wenn es um die Verwendung von Desinfektionsmitteln geht. Hygiene gehört zu den erzieherischen Maßnahmen, doch Übertreibungen sind in der Regel nicht sinnvoll.

Allergieerfolge

Von Nahrungsmitteln kann die Neurodermitis bei Säuglingen beeinflusst werden, hauptsächlich von Hühnereiweiß und Kuhmilch. Die Neurodermitis klingt meist ab dem zweiten Lebensjahr ab und macht für mehr als 50 Prozent der betroffenen Kinder den Weg für allergisches Asthma frei. Hier sind es andere Auslöser, vornehmlich Milben, Tierhaare und andere Inhalationsallergene. Meist kommt eine Pollenallergie im Schulalter des Kinders hinzu.

Vorbeugende Maßnahmen

Besonders bei genetischer Veranlagung sind einige Maßnahmen notwendig, um das Risiko so gering als möglich zu halten. Neben dem Rauchverzicht während der Schwangerschaft und auch danach sollte man Haustiere, vornehmlich Katzen aus der Nähe des Kindes verbannen. Das Risiko für Allergien mindert die Kombi-Impfung gegen Tetanus, Masern, Diphterie und Keuchhusten.

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