Luftbefeuchter – Auslöser für Allergien?

1 (10)Zimmerbrunnen und andere Luftbefeuchter sind in Haushalten sehr beliebt. Ärzte und auch das Allergiezentrum warnt vor der Benutzung von Luftbefeuchtern. Diese stehen in Verdacht, Auslöser für verschiedene Krankheiten und Allergien zu sein. Aktuell sind mehr als 100 Fälle bekannt, bei denen Luftbefeuchter beispielsweise Lungenentzündung, Fieberschübe, Husten und Atembeschwerden verursachten.

Zimmerbrunnen

Zimmerbrunnen sorgen nicht nur für feuchte Luft, sondern auch für ein behagliches Gefühl. Dabei sind diese Brunnen für die Gesundheit gefährlicher als man zunächst annimmt. Zwar werden Zimmerbrunnen mit destilliertem Wasser befüllt, doch steril ist das Wasser deswegen nicht. Im Gegenteil! Das Wasser in Zimmerbrunnen bietet Bakterien, Hefe- und auch Schimmelpilzen einen idealen Lebensraum. Personen, die auf Schimmelpilze allergisch reagieren, sind mit Zimmerbrunnen extrem gefährdet. Doch nicht nur Allergiker setzen ihre Gesundheit mit dem im Wasser des Brunnens lebenden Pilzen aufs Spiel. Auch Personen, die noch nie eine Allergie hatten, können auf Schimmelpilze ihre erste Allergie bekommen.

Luftbefeuchter

Luftbefeuchter schaffen im Raum eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese zieht auch in die Wände und der Decke des Raumes ein; hier bildet die Feuchtigkeit einen perfekten Lebensraum für Schimmelpilze. Die sichtbaren dunklen Flecken an Wand und Decke sind weniger gefährlich; gesundheitsschädlich sind die Sporen, welche die Schimmelpilze produzieren. Diese Sporen bewegen sich, für das menschliche Auge unsichtbar, durch die Luft und gelangen so in die Atemwege von Mensch und Haustier.

Bakterielle Belastung

Luftbefeuchter und Zimmerbrunnen werden meist in den Monaten eingesetzt, in denen die Wohnung geheizt wird. Besonders die Zentralheizung trocknet die Luft aus. Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen wollten herausfinden, wie hoch die bakterielle Belastung in Luftbefeuchtern ist. Für ihren Test untersuchten sie acht verschiedene Luftbefeuchter und kamen zu einem erschreckenden Ergebnis. Zwei der Testgeräte reichern mehr als 100.000 Bakterien pro Stunde und in einem Kubikmeter Luft an. Der Medienbeauftragte des Bundeswehrverbandes und Lungenfacharzt Dr. Michael Barcok sieht diese Größenordnung der Bakterien als sehr hygienisch bedenklich an. Im Vergleich dazu: In der normalen Luft einer Stadt liegt die Bakterienbelastung bei etwa 100 Bakterien, gemessen in einem Kubikmeter Luft.

Ultraschall-Luftbefeuchter

Luftbefeuchter, bei denen das Wasser mit Ultraschnall vernebelt wird, haben zwar bedeutend weniger Bakterien, doch dafür lösen sie andere Erkrankungen aus. Eine Entzündung der Lungenbläschen, so Dr. Barcok, kommt aufgrund dieser Luftbefeuchter zustande. Diese Entzündung hat im medizinischen Bereich die Bezeichnung „exogen allergische Alveolitis (EAA). Atemnot und Fieber sind die Symptome, welche bei einer akuten Alveolitis auftreten. Diese kann sich bei einer Schadstoffeinwirkung über einen längen Zeitraum zu einer Allergie entwickeln, dem sogenannten Befeuchterfieber.

 

 

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