Wie sich der Klimawandel auf Allergien auswirkt

    Der Klimawandel verlängert die Allergiezeit beachtlich.

    Der Klimawandel verlängert die Allergiezeit beachtlich.

    Klimawandel ist derzeit in aller Munde und ein wichtiges Thema. Auch Allergien sind ein Thema, das für viele Menschen zur unangenehmen Realität gehört. Besonders im Frühjahr und Sommer sind Allergien besonders quälend. Dass Pollenallergien und Klimawandel aber in einem direkten Zusammenhang stehen, ist vielen vielleicht gar nicht so klar.

    Da der Klimawandel Realität ist, macht es für betroffene Sinn, sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Denn die Allergien haben einen direkten Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden.

    Mehr Informationen zum Thema Klimawandel und wie sich dieser auf Allergien auswirkt finden sich in diesem Artikel.

    Wie wirkt sich der Klimawandel auf Allergien aus?

    Der Vergleich früherer Jahre mit Heute zeigt eine Zunahme der Klimaerwärmung. Diese Zunahme bewirkt eine längere Wachstumszeit der Pflanzen. Die Pflanzen beginnen deutlich früher im Jahr zu wachsen und zu blühen.

    Gleichzeitig tun sie das auch deutlich länger als früher. Teilweise gibt es mittlerweile das ganze Jahr über Pollenflug. Je nach dem, auf welche Pollen ein Allergiker reagiert, hat er unter Umständen das ganze Jahr über Beschwerden mit Heuschnupfen und Co.

    Der Klimawandel hat also einen direkten Effekt auf Allergien. Die Allergiezeit beginnt früher und hält länger an. Teilweise hält sie auch das ganze Jahr über an.

    Wie verstärkt der Klimawandel Allergien?

    Der Klimawandel führt auch zu einer Erhöhung der Menge an:

    • Luftschadstoffen
    • Ozon
    • Feinstaub

    Dadurch verstärken sich Entzündungsreaktionen im Körper und die Entstehung von Allergien wird begünstigt. Auch verstärken sich bereits bestehende Allergien und Atemwegserkrankungen. Weltweit und nicht nur bei uns ist dieses Phänomen beobachtet worden. Die Gesundheit der Menschen wird überall beeinträchtigt.

    Zu welchen Problemen führt der Klimawandel noch?

    Ein weiteres Problem durch die gestiegenen Temperaturen sind eingewanderte Pflanzen. Viele dieser Pflanzen besitzen Pollen, die sehr starke allergische Reaktionen auslösen. Jedenfalls im Vergleich zu den Pflanzen, die bei uns heimisch sind.

    Der klimatische Bereich, in dem diese Pflanzen gedeihen können, verschiebt sich immer weiter nach Norden. Die Pflanzen finden in den letzten Jahren hier also Bedingungen vor unter welchen sie gedeihen können – früher was das nicht denkbar.

    Aber nicht nur das: Sie kommen auch immer häufiger zum Blühen und produzieren dadurch öfter und mehr Pollen. Dieser führt dann zu entsprechenden Allergien.

    Kohlenstoffdioxid begünstigt Pflanzenwachstum und Pollenproduktion

    Neben den gestiegenen Temperaturen spielt die größere Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Atmosphäre eine Rolle. CO2 ist in erster Linie ein Abfallprodukt aus industriellen Prozessen, Verbrennungen und unserer Atmung.

    Für Pflanzen ist es aber eine wichtige Grundlage für das Wachstum. Mehr CO2 in der Luft begünstigt eine Zeit lang erst einmal ein stärkeres Wachstum der Pflanzen. Viele Pflanzen produzieren dadurch auch mehr Pollen. Und das ist für Menschen mit Heuschnupfen und Co ein echtes Problem.

    Welche eingewanderten Pflanzen profitieren vom Klimawandel?

    Folgende Pflanzen werden im Bezug auf Gefahren für Allergiker genannt:

    • Ambrosia artemisiifolia
    • Olivenbäume

    Besonders der Ambrosia, auch Beifuß-Ambrosie genannt, ist für viele allergische Reaktionen hierzulande verantwortlich. Ihr Pollen gilt als am stärksten allergieauslösend. Er kommt ursprünglich aus den USA und findet in den letzten Jahren bei uns immer bessere Bedingungen.

    Durch die enge Verwandtschaft zu dem bei uns vorkommenden Beifuß löst er sehr starke Kreuzallergien aus. Menschen, die bereits eine entsprechende Allergie haben, reagieren sofort auf die Ambrosia mit entsprechenden Gefahren für die Gesundheit.

    Können Olivenbäume Allergien auslösen?

    Olivenbäume wachsen in Deutschland derzeit nur selten in freier Natur. Sie kommen typischerweise im Mittelmeergebiet vor und sind dort heimisch. Aber als Zierpflanze auf Terrassen ist er bei uns mittlerweile sehr weit verbreitet. Durch die immer besseren klimatischen Bedingungen bildet er immer öfter Blüten und Pollen aus. Auch sein Pollen scheint zu allergischen Symptomen und gesundheitlichen Problemen zu führen. Olivenbäume werden in der Zukunft eine größere Rolle für Allergiker spielen.