Wenn sich die Allergie auf die Augen ausweitet

1 (3)Die Riesenpapillen-Konjunktivitis betrifft hauptsächlich die Menschen, die über Jahre Kontaktlinsen tragen. Bei dieser Augenerkrankung handelt es sich um einer Sonderform der allergischen Konjunktivitis, einer chronischen Erkrankung. Die Konjunktivitis ist, was viele nicht wissen, eine Allergie, die aus einer Ausbreitung des Heuschnupfens auf die Augen resultiert.

Heuschnupfen

Mit Heuschnupfen kämpfen etwa 15 Prozent der deutschen Bevölkerung. Sobald die Pollen durch die Luft reisen, leidet dieser Personenkreis unter Problemen der Atemwege und laufender Nase. Bei einer Reihe der Betroffenen kommt es auch zu tränenden und juckenden Augen. Im Ernstfall entsteht daraus eine allergische Bindehautentzündung. Wer es möglich machen kann, sollte deshalb den Pollen aus Weg gehen und frühzeitig mit Behandlung und der Einnahme von Medikamenten beginnen.

Symptome der allergischen Konjunktivitis

Bei einer allergischen Konjunktivitis kommt es zu Juckreiz und Rötung der Augen, Tränenträufeln, Lidschwellungen einhergehend mit Schmerzen. Die Symptome verstärken sich, wenn der Betroffene bereits unter einer chronischen Erkrankung leidet wie beispielsweise einer Neurodermitis. In solchen Fällen kann die Kante des Augenlids rissig, verdickt und gerötet sein. Im Extremfall besteht die Gefahr, dass Blutgefäße in die Hornhaut einwachsen, was sich problematisch auf die Sehkraft auswirkt.

Die allergische Konjunktivitis tritt nicht immer mit dem allergischen Nasenkatharr auf, die ist nur bei etwa der Hälfte der Erkrankten der Fall. Allerdings sind die Betroffenen oft der Ansicht, dass sie neben der allergischen Konjunktivitis auch an Heuschnupfen leiden. Dies resultiert aus der vermehrten Produktion von Tränen, die in die Nase laufen.

Auslöser

Nicht nur eine Pollenallergie ist der Auslöser für eine allergische Konjunktivitis, sondern alle Allergien wie Milben und Hausstaub. Die Auslöser für diese Augenerkrankung sind Aeroallergene. Daneben sind Kontaktlinsen ebenfalls als Auslöser verdächtig. Hier sind die Auslöser Bestandteile von Bakterien, Konservierungsstoffe, die in den Pflegemittel enthalten sind und die Pflegemittel im Allgemeinen.

Neigt der Betroffene allgemein zu Allergien, weil bereits eine derartige Erkrankung oder eine Neurodermitis vorhanden ist, sind diese Erkrankungen der Auslöser für eine allergische Konjunktivitis. Weitere Auslöser können Kontaktekzeme sein, die sich gerne mit der allergischen Konjunktivitis verbinden.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose erfolgt in einer Augenklinik. Hier wird das Auge mit Spaltlampen-Mikroskop untersucht. Wurde eine allergische Konjunktivitis diagnostiziert, muss der Patient umgehend den Kontakt mit den Allergenen vermeiden, wenn dies möglich ist. Hilfreich sind Tränenersatzmittel, die Entzündungszellen und Allergene aus dem Auge spülen. Daneben lindern Augentropfen die Beschwerden. In der Regel nehmen die Betroffenen die Augentropfen über einen längeren Zeitraum, weshalb sie auf konservierungsmittelfreie Produkte zugreifen sollten.

 

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