Nicht-Allergien

Allergieähnliche Beschwerden treten v.a. in der Nasenschleimhaut auf und verursachen Schnupfen und Nasenatmungsprobleme. Von der Rhinitis im weitesten Sinne sind ca. 14% der Bevölkerung betroffen. Sie ist damit eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt.

Die Ursachen der Rhinitis zu ergründen, ist eine Aufgabe, die selbst viele Fachärzte überfordert, da sie so komplex und vielfältig sein können, und die Symptomatik fast immer ähnlich ist.

Von chronischen Rhinopathien spricht man, wenn die Nasenproblematik auf andere Ursachen zurückzuführen sind, die nicht direkt und ausschliesslich in der Nasenschleimhaut liegen. Hierzu zählen anatomische Besonderheiten im Nasen- und Nebenhöhlenraum, Drüsenerkrankungen, hormonelle oder neuroge (nervliche) Ursachen, Neoplasien (Wucherungen), systemische Erkrankungen oder auch Arzneimittel-Nebenwirkungen.

Nasenpolypen (Polyposis nasi) können vergleichbare Beschwerden machen. Es handelt sich um Schleimhautwucherungen innerhalb der Nase, die auf allergischen Reaktionen beruhen können, jedoch auch durch Autoimmunerkrankungen, Eosinophil-bedingte Entzündungsprozesse, Bakterienantigene oder oftmals aufgrund von ASS-Intoleranz (Aspirin) verursacht werden.

Darüber hinaus verursachen Toxine (Giftstoffe), Bakterien, Viren, Pilze und Superantigene Schleimhautentzündungen, die mit allergischen Reaktionen verwechselt werden können und einer genauen fachkundigen Diagnose bedürfen.

Nicht selten berichten Patienten von heftigen allergie-ähnlichen Beschwerden, wenn sie z.B. Alkohol trinken oder bestimmte Tätigkeiten ausüben. Allergietestungen und Verdacht auf Nahrungsmittelsmittelunverträglichkeit sind nicht immer zielführend, und oft bleiben diese Patienten ohne Hilfe. Hier kann nur die intensive und fachkundige Suche nach den wirklichen Ursachen zur richtigen Behandlung und so zur Besserung führen.

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