Allergie-Ratgeber: Informationen zu Heuschnupfen, Pollenallergie und Nahrungsmittelallergie

Schimmel ist Auslöser für viele Erkrankungen sowie allergischen Reaktionen

Schimmelpilze kommen in der Natur vor, haben aber auch ihren Lebensraum in Wohnungen. Dort leben sie hauptsächlich in Feuchträumen wie Bad, Küche und Keller. Zum Leben braucht Schimmel Feuchtigkeit und Zellulose. Beides finden Schimmelpilze an Wänden, Tapeten, aber auch bei Lebensmitteln. Der sichtbare Schimmel an der Wand ist nicht halb so gefährlich wie seine Sporen. Diese sind für das menschliche Auge nicht sichtbar und gelangen durch die Atemluft in den Körper. Sporen der Schimmelpilze Die Sporen der Schimmelpilze, welche Mikroorganismen sind, kommen auch in der Natur vor. Sie befinden sich in der Außenluft ebenso wie in den Innenräumen. Zu denen im Haus vorkommenden Schimmelpilzarten gehören Aspergillus, Penicillium, Alternaria und Cladosporium. Ist der Innenbereich einer Wohnung von Schimmelpilzen befallen, befindet sich eine erhöhte Konzentration der Schimmelpilzsporen in der Luft der Räume. Pilzerkrankungen sind die Folgen, von denen hauptsächlich Personen mit einem geschwächten Abwehrsystem befallen werden. Anzeichen für eine Schimmelpilzallergie Anzeichen für eine Schimmelpilzallergie sind beispielsweise Entzündungen der Nasenschleimhaut, Bronchialasthma sowie entzündete Lungenbläschen. Auch andere gesundheitliche Probleme im Magen-Darm-Bereich sowie Gliederschmerzen sind keine Seltenheit. Nehmen Menschen Schimmelpilze mit der Nahrung auf, kann dies zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Im Gegensatz zu einer Pollenallergie kann die Schimmelallergie zu jeder Jahreszeit auftreten. Das liegt daran, dass Schimmelpilze ihren Lebensraum sowohl im Freien als auch in den Räumen einer Wohnung oder eines Hauses haben und somit sehr häufig vorkommen. Medikamente Mediziner verschreiben antiallergische Medikamente, meist Nasentropfen, aber auch Tabletten. Eine Verbesserung der allergischen Beschwerden ist durch eine Hypnosetherapie zu erreichen. Bei dieser Behandlung erhält der Patient Allergendosen, die in kleinen Schritten gesteigert werden. Ziel ist es, das Immunsystem an die Allergene zu gewöhnen, damit es nicht mehr oder weniger intensiv auf Schimmelpilze reagiert. Sporen Ganz eliminieren kann man Schimmelpilze und ihre Sporen nicht. Doch eine übermäßig große Population von Schimmel und Sporten ist vermeidbar, wenn Betroffene ihre Wohnräume regelmäßig lüften. Dadurch vermeiden sie das Ansteigen von Luftfeuchtigkeit und nehmen dem Schimmelpilz seinen Lebensraum. Braune Tonne Ein weiterer Lebensraum von Schimmel ist der Abfalleimer, hauptsächlich der, welche für Grüngut (braune Tonne) zur Verfügung steht. Eine regelmäßige Leerung in kurzen Abständen ist sinnvoll, um Schimmel zu vermeiden. Wer Gemüse und Obst nicht offen in der Küche lagert, sondern das Gemüsefach im Kühlschrank nutzt, braucht sich bezüglich der Schimmelbildung weniger Sorgen machen. Es ist kaum zu glauben, aber auch die Blumenerde der Topfpflanzen kann schimmeln. Sobald sich Schimmel auf der Blumenerde zeigt, ist diese umgehend auszutauschen.

Allergien entstehen, wenn sich der menschliche Körper gegen Stoffe zur Wehr setzt

Das Immunsystem kann auf Gräser, Pollen, Lebensmittel, Kosmetika, Duftstoffe, Tierhaare und Medikamente reagieren. Meist klagen Betroffene über brennende Augen, laufender oder verstopfter Nase oder Juckreiz. Die allergischen Reaktionen beginnen beim Immunsystem, das beim Kontakt mit ungefährlichen Stoffen überreagiert. Dies ist der Fall, wenn das Immunsystem diese Stoffe als Feinde betrachtet und sie bekämpft, indem es Antikörper produziert. Beim nächsten Kontakt mit diesem Stoff ist das Immunsystem bereit, den Feind zu identifizieren. Es löst eine allergische Reaktion aus, indem es die körpereigenen Abwehrzellen zur Freisetzung von aggressiven Entzündungsstoffen mobilisiert. Botenstoffe wie Histamin erweitern die Blutgefäße und zeigen durch Schwellung und Juckreiz an: Im Körper ist ein Feind. Die allergische Reaktion kann sich auf die Nase oder die Haut beschränken, aber auch das Kreislaufsystem und die Atmungsorgane in Mitleidenschaft ziehen. Die Reaktionen können sofort oder erst nach Stunden oder Tage auftreten. Symptome Typische Zeichen für eine Allergie sind Schwellungen, gerötete Augen, erweiterte Blutgefäße, Juckreiz und eine laufende oder verstopfte Nase. Auch eine Bindehautentzündung kann ein Symptom für eine Allergie sein. Die Anzeichen können sich in der Art ausbreiten, dass die Lunge reagiert. Asthma und geschwollene Bronchien können Symptome einer Allergie sein mit der Option, dass diese beiden Erkrankungen auch chronisch werden können. Darm und Haut Weitere betroffene Körperbereiche sind Darm und Haut. Beim Darm kommt es zu Problemen im Verdauungstrakt mit Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Reagiert die Haut, kann es zu Ekzemen kommen. Auch ist die Haut trocken, juckt oder spannt. Die erweiterten Blutgefäße sind ursächlich für Kreislaufprobleme. Bei einer Insektenallergie kann ein anaphylaktischer Schock eintreten, der sofort ärztlich behandelt werden muss. Allergie-Arten Am häufigsten klagen die Menschen über Heuschnupfen. Diese Allergie verursachen Pollen von Gräsern, Birken, Haselsträuchern, Erlen und Eschen. Betroffene klagen über eine laufende Nase, bekommen nur schwer Luft und haben eine gerötete Nase. Eine andere Allergie ist die Hausstauballergie, die vom Kot der Hausstaubmilben ausgelöst wird. Atemnot und Neurodermitis sind einige Anzeichen für die Hausstauballergie. Tierhaare Auch Tierhaare lösen Allergien aus, besonders die feinen Haare beispielsweise von Perserkatzen. Tränende Augen, Atembeschwerden und Heiserkeit sind hier die Symptome. Eine Gruppe der Allergien sind die Kontaktallergien. Hier reagiert die Haut auf Duftstoffe, Kosmetika oder Heilpflanzen in der Regel mit Hautveränderungen wie beispielsweise Ekzeme. Auch Tätowierungen, Piercings und Permanent-Make-up lösen Kontaktallergien aus. Auf Medikamente reagieren die meisten Menschen. Der Körper verträgt nicht jeden Wirkstoff und reagiert entsprechend stark. Betroffen sind hauptsächlich der Verdauungstrakt und die Haut, bei Cholesterinsenkern auch die Muskeln.

Hausstauballergie ist eine der häufigsten Allergien

Neben der Pollenallergie ist die Hausstauballergie die häufigste im Bereich der Allergien. In Deutschland leidet nach Schätzungen zwischen sechs und zwölf Prozent der Bevölkerung unter der Hausstauballergie, der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V. geht von zehn Prozent aus. Staub Es gibt Menschen, die auf Staub allergisch reagieren. Staub im Haus oder der Wohnung setzt sich aus vielen Bestandteilen zusammen, unter anderem sind auch Hausstaubmilben vorhanden. Hausstaubmilben gehören zur Gattung der Milben, einer Unterordnung der Spinnentiere. Für das menschliche Auge sind die, nur zwischen 0,1 und 0,5 mm winzigen Tiere nicht sichtbar. Hausstaubmilben gibt es in der Regel in jedem Haushalt. Der größte Teil der Tiere lebt unter der Matratze, im Oberbett, in den Polstermöbeln und ein geringer Teil auch im Teppich. Ihre Nahrung besteht aus den Hautschuppen, die Menschen, auch während des Schlafs, verlieren. Die Allergie lösen nicht die Milben, sondern ihr Kot aus. Symptome Die Symptome einer Hausstauballergie sind von denen, die bei Heuschnupfen vorkommen, kaum zu unterscheiden. Eine juckende, verstopfte oder laufende Nase sind ebenso Anzeichen einer Hausstauballergie wie beispielsweise tränende und gerötete Augen. Je ausgeprägter die Allergie ist, desto mehr Symptome wie Husten, Probleme mit den Atemwegen wie schweres Atmen oder Atemgeräusche kommen hinzu. Bleibt die Hausstauballergie unbehandelt, entwickelt sie sich zu chronischen Beschwerden. Betroffen ist in der Regel die Nasenschleimhaut. Die Betoffenen niesen und leiden unter einer verstopften Nase. Im Gegensatz zur Pollenallergie treten die Symptome der Hausstauballergie vermehrt während der Heizperiode in den Wintermonaten auf. Auch treten die Beschwerden meist in der Nacht oder am Morgen auf. Vorbeugen Vollständig lassen sich Hausstaubmilden aus einer Wohnung nicht vertreiben. Allerdings gibt es Maßnahmen, um den Milben im Schlafbereich den Lebensraum zu entziehen. Dazu gehört ein milbendichter Bezug für die Matratze, der es den Milben erschwert, an die Hautschuppen zu kommen. Auch hält der Schutzbezug den Kot, der für die Hausstauballergie ursächlich ist, zurück. Die Überzüge der Matratze ebenso wie die Bettwäsche regelmäßig bei 60 Grad Celsius waschen. Wer sein Schlafzimmer kühl und trocken hält, bleibt vom großen Ansturm der Milben verschont. Milben brauchen Wärme, um zu überleben. Ein wichtiger Teil ist, alle sogenannten Staubfänger aus dem Haushalt verbannen. Therapie Eine Therapie ist die Sensibilisierung durch Hypnose. Damit lässt sich Hausstaubmilbenallergie gut behandeln. Unterstützend wirkt eine subkutane oder sublinguale Immuntherapie. Bei dieser verschreibt der Arzt dem Patienten Tabletten oder Tropfen mit einem allergen wirkenden Inhaltsstoff. Tabletten mit einem allergen wirkenden Stoff sind bisher nicht für die Hausstaubmilbenallergie vorhanden, lediglich für die Allergie auf Gräserpollen.

Allergien bedeuten für Betroffene Einschränkungen in ihrer Lebensweise

Erschwerend trifft dies auf Menschen zu, die unter einer Kreuzallergie leiden. Was eine Kreuzallergie ist und was sie auslöst, darüber wissen nur wenige Menschen Bescheid.  Von einer Kreuzallergie sprechen Mediziner, wenn der Patient nicht nur auf eine bestimmte Sache allergisch reagiert, sondern auf mehreren. Damit lösen verschiedene Allergene, die nicht identisch, aber ähnlich sind, allergische Reaktionen aus. Das Immunsystem reagiert beispielsweise auf Gräser und Bäume sowie auf Gewürze, Obstsorten, Nüsse oder andere Dinge, deren Allergene ähnlich sind. Am häufigsten kommt die Kreuzallergie vor, wenn das Immunsystem neben Pollen auch auf Gewürze und Gemüse- oder Obstsorten reagiert. Mediziner bezeichnen diese Art der Kreuzallergie auch als „pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie“. Reagiert der Betroffene auf die Pollen von Erle, Hasel oder Birke allergisch, ist dies meist auch bei Steinobst, Karotten, Sellerie und Kernobst der Fall. Diese Allergene sind sich ähnlich und Auslöser eine Kreuzallergie. Kreuzallergie Allerdings beschränkt sich die Kreuzallergie nicht auf Pollen und andere pflanzliche Stoffe. Reagieren die Betroffene auf Hausstaubmilben, können allergische Reaktionen auch mit Muscheln, Schnecken, andere Arten von Milben und Krustentiere erfolgen. Eine andere Art der Kreuzallergie ist die, wenn Betroffene auf Medikamente allergisch reagieren. Reagieren sie allergisch auf Penicillin, ist eine ebensolche Reaktion auch bei anderen Antibiotika vorhanden. Auch eine Latexallergie kann sich auf gestimmte Pflanzen oder Lebensmittel ausweiten. Oft sind die Zusammenhänge nur schwer zu durchschauen, wenn beispielsweise Patienten auf Hühnereier ebenso allergisch reagieren wie auf verschiedene Fische. Bedingt ist diese Verbindung durch die Fütterung der Hühner mit Fischmehl. Es gibt noch viel mehr Verbindungen, bei denen sich die Allergene einander ähnlich sind und eine Kreuzallergie auslösen. Schwellung der Mundschleimhaut Mehrheitlich treten als allergische Reaktionen Schwellung der Mundschleimhaut, Juckreiz, Schnupfen, Hautveränderungen wie Rötungen sowie Asthma und Bindehautentzündungen auf. Die Therapie der Kreuzallergie ist ähnlich der Therapie, die der Arzt bei einer einfachen Allergie anwendet. Unterscheiden muss man allerdings zwischen einer kurzfristigen Linderung der Symptome und einer Langzeitbehandlung. Antiallergika kommen bei einer kurzfristigen Linderung der Symptome zum Einsatz. Bei der Behandlung mit Antiallergika ist es möglich, den Auslöser zu entfernen. Schockprophylaxe Ist die Kreuzallergie stark, kommt eine Schockprophylaxe infrage. Damit vermeidet man einen anaphylaktischen Schock, der zum Tod führen kann. Auch Hypnose ist eine Behandlungsmethode bei einer Kreuzallergie. Die sicherte Methode ist allerdings, die Dinge, welche die entsprechenden Allergene beinhalten, zu meiden. Zieht sich die Behandlung über einen langen Zeitraum hin, kann der Patient eine Allergie-Immuntherapie in Erwägung ziehen.

Allergie im Büro ?

Unter Allergie ähnlichen Beschwerden leiden immer mehr Menschen, die den ganzen Tag in Büros arbeiten, besonders in modernen Grossraum-Bürogebäuden, deren Fenster selten geöffnet werden oder die von Klimaanlagen belüftet werden. Nach wenigen Stunden beginnen Augen zu jucken oder sich zu röten, die Nase geht zu, der Hals kratzt und Müdigkeit und Kopfschmerzen stellen sich ein. Symptome, die einer Allergie ähneln, aber keine Allergie sind. Die Beschwerden verschwinden meist sehr schnell, wenn das Bürogebäude verlassen wird. Mediziner sprechen von einem Sick-Building-Syndrom, weil die Beschwerden in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Aufenthalt in den Bürogebäuden stehen. Ob die Ursache jedoch in den Gebäudebestandteilen zu suchen ist oder mit der meist sehr trockenen und sauerstoffarmen Luft zusammenhängt, ist noch nicht endgültig geklärt.

Mit Hypnose gegen Allergien

Eine Hypnosetherapie soll mit großen Erfolgsaussichten bei Allergien verschiedenster Art helfen. Studienergebnisse sprechen von bis zu 80% Erfolg. Dem Unterbewusstsein wird in den Hypnosesitzungen suggeriert, dass die verantwortlichen Allergene harmlos und unschädlich sind und nicht durch das Immunsystem bekämpft werden müssen. Da es sich bei Allergien um psychosomatische Erkrankungen handelt, kann die Hypnose helfen, Körper und Geist zu harmonisieren. Weitere Informationen bei der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und bei der Fachklinik für Hypnosetherapie.  

Vierter wärmster Winter lässt nichts Gutes hoffen

Die Pollensaison startet in diesem Jahr früh und heftig. Bereits seit Ende Dezember blühen lokal die Haselbäume. Nach dem ausgebliebenen Frost in weiten Teilen Mitteleuropas droht nun ein sehr starker und früher Pollenflug von Hasel, Erle und Birke, wenn es weiterhin mild und sonnig bleibt. Antiallergische Vorkehrungen sollten also bereits getroffen werden.

Trockenes Auge

Wer allergische Symptome das ganze Jahr über hat, der leidet in den Herbst- und Wintermonaten nicht selten auch an trockenen Augen oder trockener Nase. Die Schleimhäute sind gereizt und können die Augen und die Nasenschleimhaut nicht ausreichend gut benetzen, v.a. bei trockener Raumluft. Brennende und gerötete Augen sind die Folge oder Nasenatmungsprobleme. Trockene Augen sind dabei von Bindehautreizungen zu unterscheiden und sollten mit Künstlichen Tränen behandelt werden, nicht mit sogenannten Weissmachern.

Ambrosia / Traubenkraut:

Das aus Amerika stammende Traubenkraut verbreitet sich rasend schnell in Deutschland. Seine Pollen gelten als äußerst allergen. So haben einige Kommunen bereits damit begonnen, das Kraut präventiv vor der Blütezeit zu vernichten. Jedoch finden sich selten ausreichend Freiwillige oder Jobber, die diese durchaus sinnvolle Arbeit ausführen wollen.

Immer noch kein Frühling

Der längste und dunkelste Winter seit 60 Jahren nimmt einfach kein Ende. Auch zu Ostern wird es wohl noch nicht wirklich wärmer. Aber der Frühling wird kommen, das ist gewiss. Experten vermuten einen extremen Wetterumschwung im April mit hohen Temperaturen und einer Frühlingsexplosion in der Natur. Alle Frühblüher werden vermutlich innerhalb weniger Tage anfangen zu blühen und ihre Pollenfracht in die Luft katapultieren. Für Allergiker bedeutet das extreme Belastungen und schwere Symptome. Daher sollte spätestens jetzt vorgesorgt werden. Asthmatiker brauchen ihr Spray und Pollenallergiker sollten sich mit Antihistaminka eindecken, um die wichtigen Medikamente im Haus zu haben, wenn es los geht.

Immer mehr Allergiker

Die Zahl der Pollenallergiker steigt von Jahr zu Jahr. Den Grund dafür sehen deutsche Wissenschaftler in der Klimaerwärmung, die die Zahl der Pollen drastisch erhöhe. Dies gelte vor allem für die aggressiven Pollen der Hasel, der Birke, des Beifußes und neu auch für Traubenkraut, auf das immer mehr Menschen allergisch reagieren.

Neuer Erfolg

Deutsche Forscher erzielen neue Erfolge im Kampf gegen Allergien. Speziell aufbereitete Kuhmilch soll das Asthma-Risiko für Kinder um 40-50 Prozent reduzieren. Das berichtet die Zeitschrift GEO in der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe “Allergie-Alarm”.

Warme Frühjahrstemperaturen machen Allergikern Probleme

Warme Frühjahrstemperaturen bis 26 Grad in Süddeutschland und stark blühende Bäume machen Millionen Allergikern zu schaffen. Nach der Hasel blühen auch die Hainbuche und die Birke in diesem Jahr außergewöhnlich reich und entlassen ihre allergene Pollenfracht in den Frühlingswind. Neben antiallergisch wirksamen Tabletten, Nasensprays und Augentropfen sind vielfach auch antiasthmatisch wirksame Lungensprays notwendig, um die Symptome zu kontrollieren. V.a. nachts kann es zu asthmatischen Atemproblemen kommen. Es wird dringend empfohlen, abends zu duschen oder zumindest die Haare zu waschen und von den Pollen zu befreien.

Einige praktische Ratschläge vom allergologischen Update-Symposium in München: Pollenallergiker sollen unbedingt die unterschiedliche Pollenflugzeiten auf dem Land und in der Stadt beachten und sich entsprechend schützen (im Haus bleiben, Fenster schließen). Auf dem Land ist die Belastung morgens am größten, in der Stadt am Abend und nachts. Vor dem zu Bett gehen sollten Haare gewaschen werden und die “pollenkontaminierte” Tageskleidung nicht im Schlafzimmer gelagert werden. Antiallergische Medikamente sollten während der Allergiezeit durchgängig eingenommen / angewendet werden, um einen durchgängig hohen Wirkspiegel zu halten. Dieser würde nicht nur die allergischen Symptome reduzieren, sondern auch antientzündliche Wirkungen entfalten. Eine spontane Anwendung nur nach Bedarf könne dies nicht leisten.

Neurodermitis Portal

jucknix.de ist das größte redaktionell gepflegte Portal Deutschlands rund um die Neurodermitis und wurde von Patienten gegründet, um andere Betroffene unabhängig, leicht verständlich und umfassend über Neurodermitis zu informieren sowie einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. www.jucknix.de

Später Start der Allergie-Saison

Allergie-Saison startet extrem spät: durch den langen, kalten Winter gab es in diesem Jahr bislang kaum Belastungen durch Baumpollen. Zwar hängen die Haselbäume seit Anfang März voll mit Blüten, aber zu nennenswertem Pollenflug kam es bislang nicht. Nun befürchten Experten, dass die Pollen von Hasel, Erle und Birke gegen Ende März / Anfang April zusammen kommen und zu enormen Belastungen führen könnten.

Traubenkraut verbreitet sich weiter

Das Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), ein dem Beifuß ähnliches Kräutergewächs verbreitet sich weiter stark in Europa. Nachdem sich in Südeuropa bereits große Mengen des unscheinbaren Krautes mit seinen sehr allergenen Pollen verbreiten, tauchen auch in Deutschland immer neue Funde auf. So berichten verschiedene Zeitungen im ganzen Bundesgebiet in diesem Jahr über Ambrosia, das von Ende Juli bis in den Oktober hinein blüht.mehr

Birke

Drei-Jahres-Zyklus wieder bestätigt. Alle drei Jahre blüht die Birke in Mitteleuropa besonders stark und entlässt ihre aggressiven Pollen in die Frühlingsluft. Kommt schönes sonniges und trockenes Wetter hinzu, haben Pollenallergiker sehr starke Probleme, die bis zu Asthmaanfällen reichen können. So ist auch in diesem Jahr wieder zur Vorsicht geraten, wenn das schöne Wetter über die Osterfeiertage ins Grüne lockt. Besonders sollten Nichtallergiker auf ihre allergischen Mitmenschen (v.a. Kinder) Rücksicht nehmen, da es ihnen oftmals schwer fällt, die belastende Pollensituation nachzuvollziehen. Trotz des schönen Wetters kann es für Birkenallergiker sinnvoll sein, sich v.a. im Hause aufzuhalten. Therapeutisch kann eine Kombination aus Nasenspray, Augentropfen und Tabletten notwendig sein.

Allergiefrühjahr 2008

Schwaches Allergiefrühjahr 2008: nach starkem Pollenflug zu Beginn des Jahres weisen Ärzte und Apotheker auf ein schwaches Allergiefrühjahr hin. Patienten berichteten lediglich über schwache Symptomatiken während der Blüte von Birke, Eiche und Gräsern. Die Umsätze an Antiallergika gingen von Januar bis Juni gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10% zurück.

Immunisierungstherapie gegen Gräserpollen

Zweite Gräsertablette am Markt. Nachdem 2006 bereits das Allergen-Medikament Grazax eingeführt wurde, kommt jetzt eine zweite Immunisierungstherapie gegen Gräserpollen mit dem namen Oralair auf den deutschen Markt. Die Meinungen über Sinn und Wirksamkeit dieser Alternative zur subkutanen oder sublingualen Therapie gehen auseinander. Bei Interesse fragen Sie Ihren Allergologen nach seiner Meinung.

Warmer Jahresstart 2008

Durch den warmen Jahresstart 2008 blühen die Bäume in vielen Regionen Deutschlands sehr früh. In Freiburg beginnt die Erlenblüte bereits Anfang Februar und die Weide Mitte Februar. Mit der Birkenblüte kann schon Mitte/Ende März gerechnet werden, wenn es weiterhin so trocken und warm ist. Für betroffene Allergiker bedeutet dies, die Therapie (z.B. mit Kortison-Nasensprays – rezeptpflichtig) möglichst früh zu beginnen, um so die optimale Wirksamkeit zu gewährleisten.

Aufklärung im Umgang mit allergischen Reaktionen

Nur ca. 2% aller Patienten, die eine anaphylaktische Reaktion auf Insektenstiche oder Nahrungsmittel hatten, werden richtig über nachfolgendes Verhalten und den Umgang mit allergischen Reaktionen aufgeklärt. Dies stellt die Kommission zur Prävention tödlicher allergischer Reaktionen fest und fordert Aufklärung. Mehr… (PDF-Datei)

Baumblütenallergien

Die ersten vier Monate 2007 und die damit verbundenen Baumblütenallergien gehörten zu den stärksten seit vielen Jahren. Der Umsatz von Antiallerikaprodukten nahm gegenüber dem Vorjahr bis zu 46% zu. Das stärkste Wachstum verzeichneten Augentropfen, gefolgt von Nasensprays und Antihistamintabletten. Grund ist der sehr warme Jahresbeginn und der trockenste und wärmste April seit langen Zeiten.

Ungewöhnlich hohe Temperaturen

Nach den ungewöhnlich hohen Temperaturen im Januar erwarten Experten eine früh startende Blüteperiode und Allergiesaison. Die Hasel blühte in manchen Landesteilen bereits im Dezember 2006, die Birkenblüte wird Ende März erwartet und die Gräser ab Mitte Mai. Allergiker sollten entsprechende vorsorgende Massnahmen ergreifen.

Zunahme von Kinderallergien

Zunahme von Kinderallergien: Eine weltweit durchgeführte Studie ergab, dass Allergien bei Kindern weiterhin stark zunehmen. So haben in Deutschland bereits 13 Prozent aller sechs- bis achtzehnjährigen allergisches Asthma. Bei entsprechenden Symptomen sollte frühzeitig ein Facharzt aufgesucht und ev. eine Therapie begonnen werden.

Traubenkraut

Das aus Amerika stammende Traubenkraut (ragweed) macht sich auch in Europa heimisch und verbreitet sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Ragweedpollen gehören zu den stärksten Allergenen mit klinischer Relevanz. Millionen Amerikaner leiden unter den starken allergischen Symptomen, die auch allergisches Asthma auslösen. Noch gibt es keine gesicherten Erkenntnisse über Traubenkrautallergien in Deutschland. Die Blütezeit des an Beifuss erinnernden Krauts ist von Juni bis September.

Stärkste Allergiesaison seit 20 Jahren

Stärkste Allergiesaison seit 20 Jahren. Durch den langen Winter und den späten Beginn der Wachstumsperiode sind einige Baumblüten zeitlich zusammengefallen und haben ihre Pollen in hohen Konzentrationen verbreitet. Das verursachte auch bei Menschen allergische Beschwerden, die bislang keine Allergiesymptome während der Birkenblüte hatten.

Klinische Studien

Klinische Studien zur prophylaktischen Anwendung von Kortison-Nasensprays zeigen, dass die allergische Symptomatik v.a. bei Frühblüherallergien verhindert werden kann. Dazu müssen die verschreibungspflichtigen Nasensprays zwei bis vier Wochen vor Beginn und während der Blüte von Hasel, Erle, Birke angewendet werden.

Salzkristallpfeife

Jetzt auch in Deutschland – das Patent aus Ungarn: Die Salzkristallpfeife hilft der Lunge bei Asthma, Allergien und Bronchitis; auch für Kinder: www.salzkristall-pfeife.de

Rezeptfreie Antihistaminika

Ärzte können künftig rezeptfreie Antihistaminika wieder auf Kassenrezept für alle Patienten verordnen, die unter schwerwiegenden Formen eines allergischen Schnupfens leiden, wenn eine Behandlung mit kortisonhaltigen Nasensprays allein nicht ausreichend ist.

Europäische Zulassung für Omalizumab

Omalizumab (Wirkstoffname) hat die europäische Zulassung bei schwerem allergischem Asthma erhalten. Das Medikament ist ein Anti-IgE, es wird alle zwei bis vier Wochen subkutan injiziert. Das neue Mittel ist für Erwachsene und für Jugendliche ab dem zwölften Lebensjahr zugelassen und wird in den nächsten Wochen in den ersten EU-Ländern erhältlich sein. In Deutschland ab 1.November.

Immuntherapie

Etwa 800 000 Patienten mit Neurodermitis sind besonders schwer erkrankt mit stark ausgeprägten Entzündungserscheinungen. Eine äußere Behandlung mit Cremes ist bei solchen Patienten oft nicht ausreichend wirksam. Den Betroffenen kann jedoch häufig durch eine Immuntherapie geholfen werden. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hat zu diesem Thema für Patienten die kostenlose Broschüre „Immuntherapie“ herausgebracht. Darin sind die Krankheitsprozesse gut verständlich erklärt und die derzeitigen Therapiemöglichkeiten beschrieben, besonders die Immuntherapie. Die kostenlose Broschüre ist erhältlich bei: Deutsche Haut-und Allergiehilfe, Gotenstr. 164, 53 175 Bonn oder im Internet unter: www.dha-immuntherapie.de

Weltkongress

Weltkongress: Allzu häufig wird die allergische Rhinitis von Betroffenen immer noch als Bagatellerkrankung hingenommen, für die es keiner Therapie oder zumindest keines Arztbesuchs bedarf. Zu Unrecht. Denn abgesehen von der damit verbundenen erheblichen Einschränkung der Lebensqualität ist die allergische Rhinitis ein häufiger Grund für Schlafstörungen sowie Leistungseinschränkungen in Schule und Beruf. Zudem ist sie Wegbereiter für Asthma bronchiale.

Insektengifte

Etwa 3% der Bevölkerung sind allergisch auf Insektengifte. Jährlich sterben ca. 20 Menschen am allergischen Schock. Experten weisen darauf hin, dass durch den zunehmenden Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft nicht mehr nur allergische Reaktionen auf das reine Insektengift möglich sind, sondern auch auf die übertragenen Pestizidanteile in der Injektionsflüssigkeit. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Insektenstiche (Schwellungen, Blutdruckabfall, Herzfrequenzanstieg, Übelkeit) sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Chronischer Husten

Chronischer Husten bei Kindern kann auf eine allergische Reaktion auf Milben oder Schimmelpilze hinweisen. Bei ungeklärtem chronischen Husten sollte daher eine Allergietestung in Erwägung gezogen werden. Ein Hyposensibilisierung kann sinnvoll sein.

Hyposensbilisierung

Wer gerade in den Sommermonaten mit allergischen Problemen zu kämpfen hat, sollte neben den Pollenallergenen von Gräsern, Getreide und Kräutern auch an Schimmelpilzsporen denken. Sie bilden sich an trockenen Pflanzen, v.a. an Getreide und werden mit dem Wind transportiert. Die Diagnose einer Schimmelpilzallergie kann nur durch einen Allergentest beim Allergologen gestellt werden. Der Versuch einer Hyposensbilisierung ist möglich und häufig erfolgreich.

Olopatadin

Seit Januar 2004 sind neue Augentropfen mit dem Wirkstoff Olopatadin in Deutschland erhältlich. Nach Informationen des Herstellers Alcon Pharma sind die neuen antiallergischen Augentropfen in vielen Ländern der Welt zum meistverordneten Medikament bei allergisch bedingter Augenentzündung geworden. Die klinische Wirksamkeit gegen Augenjucken, Schwellung und Tränen beruht auf einem doppelten Ansatz: Olopatadin wirkt mastzellstabilisierend und blockiert Histamin. Dadurch tritt die Wirkung schnell ein und hält lange an.

Neues Milbenspray

Mit Öl gegen Hausstaubmilben: Mit einem neuen Milbenspray – Milbiol – sollen Hausstaubmilben reduzierzt werden können. Milbiol enthält Niembaumsamen-Öl, dass Milben den Geschmack auf Hautschuppen nehmen soll. Mit dem Spray werden Bettwäsche, Möbel und Matrazen eingesprüht. Milbiol ist in Apotheken erhältlich.

25-30 Millionen Bürger leiden in Deutschland an Symptomen

Nach Expertenschätzungen leiden in Deutschland 25-30 Millionen Bürger an den Symptomen von Allergien. Nur 50% davon behandeln die Erkrankung, 25% per Selbstmedikation und 25% in ärztlicher Behandlung. Nur 10% sind optimal medikamentös eingestellt. Jeder dritte bis vierte nicht behandelte Heuschnupfen geht in ein allergisches Asthma mit lebensbedrohlichen Risiken über. Dies die alarmierende Feststellung führender Allergologen auf einem Allergie- und Immunologiekongress in Bochum Mitte März.